Gewinnen und Verlieren, Aufholmanöver und Abgehängtwerden, Treffer beim Elfmeter oder Treffer neben das Tor. Erfolg und Misserfolg gehören zum sportlichen Erleben im Wettkampf. Ein psychologisches Momentum mit Eigendynamik, welches unterschiedliche Wahrnehmungs- und Handlungsweisen provoziert. Eine sportliche Erfolgsserie kann über einen längeren Zeitraum anhalten oder auch kurzfristig stattfinden.

Misserfolgsserien können auch über eine komplette Saison verlaufen. Es stellt sich also die Frage, ob eine Niederlage im Wettkampf die Leistung im Folgewettkampf beeinflussen kann?  Und entstehen nach einem Sieg häufiger Erfolgsserien?

 „Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich die Studie von Den Hartigh, Van Geert, VanYperen, Cox und Gernigon (2016). Sporttreibende wurden zu einem Wettbewerb auf Rudergeräten eingeladen. Die Paare ruderten innnerhalb einer Woche mehrfach gegeneinander. Die Proband_innen sollten möglichst viele Siege in den einzelnen Wettkämpfen erzielen. Ein Sieg konnte durch einen Vorsprung von 9 Sekunden zum/zur Gegnerin erreicht werden. Die Position des Gegners bzw. der Gegnerin wurde am Monitor des Rudergerätes angezeigt.

Ungeahnt von den Teilnehmenden war der Gegner/die Gegnerin nicht der jeweils zweite Proband/die jeweils zweite Probandin, sondern ein vorgeschriebenes Programm. Dieses konnte von der absoluten Ruderleistung die Proband_innen überholen oder von diesen eingeholt werden.

Die Sieggruppe gewann simuliert durch Überholen, die Niederlagengruppe verlor durch Überholmanöver. Es wurde untersucht, ob der Sieg oder die Niederlage die Selbstwirksamkeit, das wahrgenommene psychologische Momentum und die Ruderleistung im folgenden Wettkampf beeinflusst.“

Das Ergebnis dieser Studie war wie fast erwartet, dass Misserfolge aus früheren Leistungen auch die folgenden Wettkämpfe beeinflussen. Umgekehrt können Siege die Aussicht auf Erfolg verstärken. Die Wirkung des psychologischen Momentums scheint eine Eigendydnamik zu besitzen, die sich in kurzen oder längeren Zeitverläufen zeigt.

(Aus: Zeitschrift Sportpsychologie Heft 4/2019)

 Aus praktischer Sicht und Erfahrung kann ich die Ergebnisse der Studie nachvollziehen.

Jeder Topathlet und jede Topathletin sollte deshalb in der Lage sein, das eigene „Mindset“  vor jedem Wettkampf optimal einzustellen. Verschiedene mentale Techniken, die Zielsetzung und der Motivationsaufbau müssen klar sein. Ein häufiges Phenomen sind negative Emotionen nach einem Misserfolg, die einer besonderen Nachsorge bedürfen. Das bedeutet, wer nach einem Misserfolg seine negativen Emotionen und Gedanken optimal positiv modifizieren kann, verbessert die mentale Ausgangsposition und die Chancen auf Erfolge.

Wer häufig gewinnt oder viele Erfolge erzielt, sollte ebenfalls die Justierung des „Mindsets“ regelmässig vornehmen, um nicht in die Falle von Überschätzung oder Starallüren zu rutschen. Umgangssprachlich könnte man auch sagen: „Die Füße schön auf dem Boden lassen. “

 

Ich wünsche allen Sportlern und Sportlerinnen viele Erfolge für die anstehenden Wettkämpfe im Jahr 2020.

 

Bei Fragen oder Beratungswünschen könnt ihr mich gerne kontaktieren unter

0179/6781613.

 

Eure fitmitgrit. (Grit Moschke)

 

 

 

 

 

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