Yoga und der achtfache Pfad: Ein Weg zu mehr psychischer Gesundheit und innerer Stabilität

News und Anregungen von Grit Moschke
Seit mehr als 30 Jahren begleite ich Menschen auf ihrem individuellen Weg. In meiner beruflichen Arbeit standen immer Körper, Seele und Geist im Mittelpunkt. Ich durfte zuhören, unterstützen, fördern und begleiten. Dabei war mein Fokus in Sachen Sport, Bewegung und Psyche oft auf die Bedürfnisse anderer gerichtet. Die Zeit, meine eigenen sportlichen Leidenschaften zu entdecken und zu vertiefen, war oft begrenzt.
Doch manchmal wartet etwas auf den richtigen Zeitpunkt. – Ein Geschenk.
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Ein Fehler, der alles hätte beenden können
Bei Kilometer 112 passierte mir ein fataler Fehler. Ich ließ meine Ersatz-Stirnlampe im Drop-Bag Station zurück. Ein paar Stunden später würde es dunkel sein. Meine Hauptlampe flackerte und ging aus. Ich hatte kein Licht mehr, der Weg verschwand vor meinen Augen und der Dschungel lag vor mir. Der härteste Abschnitt lag
Doi Jik Jong – 1000 Höhenmeter im Dunkeln
Der härteste Abschnitt des Rennens wartete genau in diesem Moment. Es wurde steil, technisch und gefährlich. Ich improvisierte, indem ich mein Handylicht anknipste, um das Gelände zu scannen, ließ das Licht ausgehen, um dann wieder ein paar Schritte zu gehen. Diesen Prozess wiederholte ich und arbeitete mich in dieser Art Meter für Meter vorwärts. Ich stürzte mehrmals, hatte hier und dort die ersten Kratzer, blutige Stellen und mein Körper meldete erste Schmerzen. Ich blieb in Bewegung.
„Im Ultra geht es nicht darum, Fehler zu vermeiden. Es geht darum, wie du reagierst, wenn sie passieren.“
(Krystian Prietrzak)
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Kreative Verarbeitung von Emotionen und Stress
In der heutigen Zeit gehören Leistungsdruck, emotionale Belastung und hohe Erwartungen oft zum Sportalltag dazu. Die kreative Arbeit kann dabei helfen, diese Erfahrungen zu verarbeiten und zu verstehen. Sie kann Gefühlen eine symbolische Ausdrucksweise verleihen, was wieder zu mehr Sichtbarkeit führt.
Dieser Prozess ist vergleichbar mit künstlerischer Therapie. Studien zeigen, dass diese Therapieform positive Effekte auf die Emotionsregulation und Selbstwahrnehmung haben kann (Malchiodi, 2012). Im sportlichen Kontext kann das zu einem besseren Umgang mit Stress und Wettkampfdruck führen.
Training setzt Reize – doch leistungssteigernde Anpassungen entstehen nicht während der Belastung, sondern in der Phase danach. Ohne ausreichende Regeneration bleibt der Körper im Stressmodus. Die Folgen sind z.B. sinkende Leistungsfähigkeit, erhöhtes Verletzungsrisiko, mentale Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Motivationsverlust.
Regeneration ist somit kein „Nice-to-have“, sondern die Grundlage nachhaltiger Leistungsentwicklung. Wer Pausen intelligent gestaltet, trainiert effektiver. In anderen Blogartikeln hatte ich bereits darüber geschrieben, dass es vielen Athlet*innen nicht so leicht fällt, die Ruhe bzw. die verschiedenen Arten von Pausen in den Alltag zu integrieren, da das Nichtstun mit einem Gefühl von angeblicher “Faulheit” einhergeht. Diese Tendenz ist oft zu beobachten, da das Nichtstun mit gelernten schlechten Gefühlen oder auch mit einem verringerten Selbstwertgefühl einhergeht. Negative Glaubenssätze könnten entstehen oder auch Gedankenkarusselle, die sich in der Ruhe vor dem Sturm (Wettkampfgeschehen) nicht unter Kontrolle bringen lassen. Doch wie könnte das genussvolle Entspannen begründet oder verbessert werden? Machen wir zunächst einen Ausflug in die Ideen der Wissenschaft zu diesem Thema.
Wissenschaft trifft Praxis: Wie Erholung wirklich wirkt
Du kennst Yoga vielleicht als sanfte Sportart oder Dehnübung auf der Matte. Doch Yoga ist eine jahrtausendealte Praxis, die ursprünglich als spiritueller Weg zur Selbsterkenntnis entwickelt wurde. Der Yoga – Weg kann körperliche Schmerzen verringern, aber auch als „Selbsttherapie“ dienen, um den Alltag besser zu meistern. Die zu erlernenden Asanas erfordern Geduld, Mitgefühl, Achtsamkeit – Fähigkeiten, die weit über die Matte hinauswirken.
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Pre-Cooling und Pre-Warming mit Kalt – und Warmkompressen
– Stärkung des Wohlbefindens und Selbstvertrauens in Momenten der Nervosität oder Anspannung
Um die Körperkerntemperatur auf ein optimales Level zu bringen, werden Pre-Cooling – und Pre-Warming Phasen empfohlen. Beim Vor- bzw. Runterkühlen des Körpers wird die Körperkerntemperatur niedrig gehalten und die Leistungsfähigkeit verbessert.
Das Warmhalten des Körpers soll vor Auskühlung schützen und die Leistungsfähigkeit durch optimale Durchblutung des Körpers sichern.
Lange Rennen im Regen führen dazu, dass Hände und Füße massiv auskühlen können, was nicht nur unangenehm ist, sondern die Leistung stark mindert. Kalte Extremitäten beeinflussen die Durchblutung, verringern die Beweglichkeit und führen zu einer schnellen Ermüdung. Starke Dauerhitze kann auf der anderen Seite bei langen Wettkämpfen oder intensiven Trainingseinheiten zur Überhitzung führen, wenn der ausgeschiedene Schweiß zum Abkühlen des Körpers nicht mehr ausreicht.
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Volition ist die bewusste Willenskraft, die es uns ermöglicht, jene Handlungsoption zu wählen, die uns dem langfristigen Ziel näherbringt, anstatt der Gewohnheit oder einem Impuls zu folgen. Oftmals sind wir Situationen ausgesetzt, in denen verschiedene Motivationstendenzen miteinander konkurrieren. Das hängt zum einen damit zusammen, welchen Reizen wir im Augenblick ausgesetzt sind, zum anderen mit unseren aktuellen und zukünftig antizipierten Bedürfnissen, welche jedoch nicht immer übereinstimmen. Wenn in schwierigen Momenten die langfristig funktionalste Option gewählt werden soll, greift die Volition.
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