Blog 127 Power und Pause – Regeneration als unterschätzter Performance-Booster

Energieboost durch Pausen

Training setzt Reize – doch leistungssteigernde Anpassungen entstehen nicht während der Belastung, sondern in der Phase danach. Ohne ausreichende Regeneration bleibt der Körper im Stressmodus. Die Folgen sind z.B. sinkende Leistungsfähigkeit, erhöhtes Verletzungsrisiko, mentale Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und Motivationsverlust. 

Regeneration ist somit kein „Nice-to-have“, sondern die Grundlage nachhaltiger Leistungsentwicklung. Wer Pausen intelligent gestaltet, trainiert effektiver. In anderen Blogartikeln hatte ich bereits darüber geschrieben, dass es vielen Athlet*innen nicht so leicht fällt, die Ruhe bzw. die verschiedenen Arten von Pausen in den Alltag zu integrieren, da das Nichtstun mit einem Gefühl von angeblicher “Faulheit” einhergeht. Diese Tendenz ist oft zu beobachten, da das Nichtstun mit gelernten schlechten Gefühlen oder auch mit einem verringerten Selbstwertgefühl einhergeht. Negative Glaubenssätze könnten entstehen oder auch Gedankenkarusselle, die sich in der Ruhe vor dem Sturm (Wettkampfgeschehen) nicht unter Kontrolle bringen lassen. Doch wie könnte das genussvolle Entspannen begründet oder verbessert werden? Machen wir zunächst einen Ausflug in die Ideen der Wissenschaft zu diesem Thema. 
Wissenschaft trifft Praxis: Wie Erholung wirklich wirkt

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Blog 126 Yoga – Selbsttherapie auf der Matte?

Eine blonde Frau sitzt in einer Yogaposition auf dem Boden und hat einen blauen Yogaanzug an.

Du kennst Yoga vielleicht als sanfte Sportart oder Dehnübung auf der Matte. Doch Yoga ist eine jahrtausendealte Praxis, die ursprünglich als spiritueller Weg zur Selbsterkenntnis entwickelt wurde. Der Yoga – Weg kann körperliche Schmerzen verringern, aber auch als „Selbsttherapie“ dienen, um den Alltag besser zu meistern. Die zu erlernenden Asanas erfordern Geduld, Mitgefühl, Achtsamkeit – Fähigkeiten, die weit über die Matte hinauswirken.

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Blog 125 Wärme- und Kältekompressen zur Temperaturregulation im Radsport

Eine Frau hält sich eine Kaltkompresse an den Kopf

Pre-Cooling und Pre-Warming mit Kalt – und Warmkompressen

– Stärkung des Wohlbefindens und Selbstvertrauens in Momenten der Nervosität oder Anspannung

Um die Körperkerntemperatur auf ein optimales Level zu bringen, werden Pre-Cooling – und Pre-Warming Phasen empfohlen. Beim Vor- bzw. Runterkühlen des Körpers wird die Körperkerntemperatur niedrig gehalten und die Leistungsfähigkeit verbessert.

Das Warmhalten des Körpers soll vor Auskühlung schützen und die Leistungsfähigkeit durch optimale Durchblutung des Körpers sichern.

Lange Rennen im Regen führen dazu, dass Hände und Füße massiv auskühlen können, was nicht nur unangenehm ist, sondern die Leistung stark mindert. Kalte Extremitäten beeinflussen die Durchblutung, verringern die Beweglichkeit und führen zu einer schnellen Ermüdung. Starke Dauerhitze kann auf der anderen Seite bei langen Wettkämpfen oder intensiven Trainingseinheiten zur Überhitzung führen, wenn der ausgeschiedene Schweiß zum Abkühlen des Körpers nicht mehr ausreicht.

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Blog 124 Volition – Die Macht der Willenskraft im sportlichen Alltag (Ein Gastbeitrag von Rashida Adam)

Motivierte Yogafrau gestärkt beim Yogatraining im Tageslicht

Volition ist die bewusste Willenskraft, die es uns ermöglicht, jene Handlungsoption zu wählen, die uns dem langfristigen Ziel näherbringt, anstatt der Gewohnheit oder einem Impuls zu folgen. Oftmals sind wir Situationen ausgesetzt, in denen verschiedene Motivationstendenzen miteinander konkurrieren. Das hängt zum einen damit zusammen, welchen Reizen wir im Augenblick ausgesetzt sind, zum anderen mit unseren aktuellen und zukünftig antizipierten Bedürfnissen, welche jedoch nicht immer übereinstimmen. Wenn in schwierigen Momenten die langfristig funktionalste Option gewählt werden soll, greift die Volition.

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Blog 120 – Warum sind gerade Sportler risikogefährdet, unter Schlafstörungen zu leiden?  

Du brauchst mehr Schlaf und hast auf Grund deines intensiven Trainings weniger Zeit zum Schlafen? Schlaf ist eine der wichtigsten Basisbausteine für ein optimales Ressourcenmanagement in den Bereichen Training und Wettkampf. Es kommt hin und wieder zu Hindernissen, wie z. B. ein Jetlag oder eine Anreise zum Wettkampfort, um den geplanten Schlafrhythmus perfekt einzuhalten.

Ein voller Terminkalender ist allerdings nicht das einzige Problem. Druck durch anstehende Wettkämpfe, Konkurrenten, Eltern, Trainer, Lehrer oder Stress im Berufsleben:  Bestimmt hast du in deiner sportlichen Laufbahn mit fast allen diesen Themen bereits deine Erfahrungen gesammelt. Gemeinsam haben sie, dass sie alle Stress bei dir erzeugen können.

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Blog 117 – Du willst Abnehmen und ganz motiviert starten?

Destruktive Argumente, Motive und Denkweisen über deinen Körper gehören der Vergangenheit an. Sag dir besser: „Ich mache meinen Körper fit, damit ich längerfristig gesund bleibe. Nicht alles ist hässlich, fett und schlecht. Was ist gut an dir? Negative Eigenschaften werden oft sehr stark von dir in den Vordergrund gestellt? Dreh den Spieß um und lobe deine Vorzüge. Trotz Übergewicht hast du bestimmt viele gute Seiten an dir.

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Blog 115 – Interview mit Krystian Pietrzak – Teil 2 Was bedeutet mentale Stärke für dich und was unterscheidet dich von den anderen Läufern?

„Nicht denken: Oh das ist das Dreifache vom letzten Lauf, wenn es von 100 auf 300km geht. Ich denke mir dann, ich bleibe einfach ein wenig länger auf der Strecke. Wie schon gesagt, ich nutze meine Vorstellungskraft! Klar gibt es physische Grenzen, aber Usain Bolt zum Beispiel wäre eigentlich auch zu groß für einen Sprinter gewesen, aber er ist trotzdem der schnellste Läufer der Welt geworden. Also denken wir nicht an Grenzen, sondern nehmen die Herausforderungen an. Alles, was ich mir sage, wird passieren. Grenzen, sowie Verbesserungen stellen sich ein. Selbstgespräche und positives Denken können helfen.“

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Blog 114 – Interview mit Krystian Pietrzak – Teil 1

Normalerweise dauert ein Schlafzyklus ca. 70-90 Minuten. Aber diese 90 Minuten haben nur einmal bei mir funktioniert. Wenn ich nach solch einem Zyklus wach werde, laufe ich direkt weiter. In Portugal wollte ich ursprünglich geplant 20 Minuten Pause machen, aber ich wurde vor dem Wecker wach. Das Abschalten der Gedanken gelingt nicht sofort, da beim Laufen das Gehirn sehr aktiv ist. Wenn ich mich in einer latenten Einschlafphase befinde, beruhigen sich meine Gedanken nur sehr langsam. Die Kontrolle der Strecke, das Ziel vor Augen und mein Wille weiterzukommen, verhindern einen tiefen Schlaf. Dadurch kann ich nie 100% abschalten.

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Blog 108 Leistungssteigerung durch klassisches Mentaltraining und Training des positiven Mindset – Teil 2

Um dich außerhalb der Sportstätte auf die anstehenden Trainings und Wettkämpfe vorzubereiten, eignet sich das klassische Mentaltraining als zusätzliche Trainingseinheit. Du kannst dir zum Beispiel vor dem Einschlafen Clips von gelungen Bewegungshandlungen anschauen. Auf den Clips kannst du selbst oder auch jemand anderes (zum Beispiel der /die aktuell beste Sportler*in in dem Bereich) die Bewegung durchführen. Solche Videos helfen dir dabei, dir die Bewegung später auch ohne Video lebhafter vorstellen zu können.

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