In meiner fast 30jährigen Tätigkeit als Fitnessexpertin und Psychologin habe ich viele erschöpfte Menschen erlebt und mit konstruktiven Strategien hin zu einem kraftvollen Energiezustand begleitet.

Erschöpfte Menschen, die bis zu ihrer Leistungsgrenze gehen oder gegangen sind, erleben wir immer häufiger in unserem sozialen Umfeld. Es gibt verschiedene Ursachen, die benannt werden können. Unter anderem zählen dazu: wenig Schlaf, zu viele alltägliche oder berufliche Aufgaben, Schicksalsschläge, Dauerstress, negatives Selbstkonzept, ungünstige Werthaltungen, Leistungsdruck oder eine schlechte Ernährung. Die Coronazeit triggert komplexe Ängste in jedem Menschen, die zusätzlich bewältigt werden wollen. Eine enorme Herausforderung.  

Meist treten die aufgeführten Faktoren nicht einzeln auf, sondern gehen ineinander über oder bedingen sich gegenseitig.

In meiner täglichen Arbeit fällt mir immer wieder auf, dass Menschen schnelle Lösungen für einen schlechten körperlichen und seelischen Zustand erfragen, der längerfristig entstanden ist.  Körper und Seele nehmen sich immer die Zeit, die sie brauchen. Der Körper regeneriert in Teilschritten oder eigenen Prozessphasen, die mit Hilfe von Geduld und gewisser aktiver Selbstdisziplin / Strukturierung einhergehen. Um es noch einfacher auszudrücken: Unsere innere und äußere Welt sind ein komplexes Zusammenspiel, dass ständig ein Balanceakt ist. Falls wir längerfristig nichts dazu beitragen, kippt die Balance und eine längerfristige dauerhafte Regeneration wird benötigt. Das ist eine einfache plausible Rechnung. Ist der Akku einmal ganz leer, dauert es um so länger ihn zu füllen.

Grundsätzlich spielen u.a. die oben benannten Faktoren in einen Erschöpfungszustand hinein. Jeder, der sich müde und ausgelaugt fühlt, kann mit einer Analyse seiner potentiellen Ursachen beginnen. Wer oder/ und was hat mich in diesen Zustand geführt? Sind die Gründe offensichtlich, können Strategien angewendet werden.

Spitzensportler zum Beispiel, benötigen besonders effektive Systeme, um ihre Topleistung in einem Moment abzurufen, um Erfolge zu erleben. Schnelle Erholungsphasen sind ebenfalls von starker Bedeutung und werden gerne unterschätzt. Die Regeneration ist auch eine Leistung!!!

Mit Fitness für die Seele meine ich mentale und physische Strategien, die dem persönlichen Energielevel angepasst sind. Mit einem Stimmungstief ist man weniger bereit ein komplettes Workout durchzuziehen, als ein Spaziergang mit leichten Dehnungsübungen.  (Buch: „Fitness für die Seele“ – Mit Bewegung aus dem Stimmungstief, GU Verlag, Autoren: Grit Moschke und Dr. Mathias Schmidt)

Psychosomatische Kliniken in Deutschland bieten im Bereich der depressiven Erkrankungen gemischte Therapieformen an. Tanztherapie, allgemeine Bewegungstherapie, Schwimmen, Wandern, Yoga usw. an. Fitness für die Seele kann ein Programm aus positiven Gedanken, Meditation in Verbindung mit Bewegungsformen sein, die sich nach der Affinität oder Motivation der Person richtet. Die unbewußten Motive des Menschen spielen dabei eine wichtige Rolle. Liebe ich die Natur? (Wandern ist geeignet.)  Liebe ich die Musik? (Tanzen ist geeignet?) Liebe ich es, einen muskulösen ästhetischen Körper zu zeigen bzw. zu spüren? (Workout – oder Langhanteltraining wäre geeignet.)

Ich unterteile in mentale  Strategien und physische  Strategien, die meist mit inneren Veränderungsprozessen zu tun haben. (Verhaltensmodifikation, Wertereflexion, Veränderungsmotivation)

Welche allgemeinen Strategien kannst du am schnellsten anwenden?

  • Das Prinzip der kleinen Schritte ist für den Körper hilfreicher als ein Rundumschlag.
  • Bringe den Tagesablauf in eine Struktur mit Ruhephasen. Höre eine Entspannungsmusik, einen Einschlafmusik oder meditiere. (innere Welt)
  • Trinke viel Wasser. (innere Welt)
  • Ernähre dich gesund. Iss viel Obst und Gemüse. (innere Welt, basische Ernährung)
  • Strukturiere deine Umgebung. (Räume auf und finde Struktur in deiner äußeren Welt.)

Welche physischen Strategien kannst du anwenden?

  • Bewege dich viel an frischer Luft.
  • Reflektiere deine Bewegungsmotive? Was macht dir Spass? Wieviel Bewegungsmotivation kannst du abrufen?
  • Welche Bewegungsprogramme oder Workouts passen zu dir?
  • Die Laune ist wechselhaft oder unausgeglichen. Wer kennt ihn nicht, den Spruch: „Du bist, was du isst?“

Welche mentalen Strategien können helfen, um längerfristig eine gesunde Seele aufzubauen? (innere Welt)

  • Spüre wieder häufiger in dich hinein. Was tut dir gut? 
  • Sage öfter „Nein“, um deine Grenzen zu finden und zu pflegen.
  • Nimm therapeutische Hilfe in Anspruch, wenn deine Situation sehr komplex ist.
  • Spreche mit Freunden und Familie, um Unterstützung zu bekommen.
  • Lese ein Buch, dass du schon lange lesen wolltest.
  • Lasse gute und unangenehme Gefühle zu.
  • Übe dich in Achtsamkeit.
  • Weinen löst innere Spannungen und führt zur Druckentlastung.
  • Pflege die Selbstakzeptanz: „Ich bin ok.“

Ich hoffe, mein Beitrag war hilfreich und ich unterstütze gerne bei weiteren Fragen zu deinem Erschöpfungszustand unter: 0179/6781613 oder per E-Mail: grit@fitmitgrit.com

 

Deine fitmitgrit (Grit Moschke)

 

 

Blog 79 Fitness für die Seele – Wie du dein Stimmungstief in der Coronazeit in einen kraftvollen Zustand transformierst

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