Im Sport etwas zu leisten, ist eine wichtige Sache. Warum jemand wie motiviert oder angetrieben ist, um eine Leistung zu erbringen, ist seit vielen Jahrzehnten eine  wichtige Fragestellung in der Forschung, und ganz besonders im Sport.

Die Frage nach der Definition von Leistung stellt sich ganz besonders im Zusammenhang mit Training und Wettkampf. Habe ich genug geleistet oder war es eine schwache Leistung? Bin ich mit meiner persönlichen Leistung zufrieden?

Was genau eine Leistung ist oder wie sie bewertet wird, hängt von den sozialen Bewertungen und Übereinstimmungen ab, sowie vom Maßstab, der zugrunde gelegt wird.

Ist das Fußballspiel von Kindern auf dem Hinterhof ein Spiel oder eine Leistung oder eben das Profispiel einer Fußballmannschaft? In der Alltagspraxis werden diese Situationen nicht immer klar trennbar erscheinen und das hat Konsequenzen.

 

„Um von einer Leistung zu sprechen, wird ein Gütemaßstab bzw. eine Norm benötigt. Der Vergleich erfolgt dann in Bezug zu einer Zeit, Punktzahl oder zu einer Person. Die Leistung muss einen Anfang und ein Ende haben, es gibt einen Gütemaßstab mit einer Schwierigkeitsstufe und wird vom Sportler selbst als Handlung durchgeführt oder erlebt.

Die Leistungsmotivation bezieht sich dementsprechend auf das Bestreben, die gewünschte Leistung zu erreichen und nötige Hindernisse in Eigenverantwortung zu überwinden.“

(In Anlehnung an Alfermann/ Stoll)

Das Risikowahlmodell kann beim Verständnis des Begriffes der Leistungsmotivation helfen.

In diesem Modell spielen folgende Faktoren eine Rolle:

  1. Ergebnis von Motiven/ Motivation auf den ersten Blick (Was treibt dich an?)
  2. Eine Komponente der Annährung oder/und Vermeidung
  3. Persönlichkeitsstruktur (Hoffnung auf Erfolg oder Furcht vor Misserfolg/ Selbstblockade)
  4. Ergänzend wird in der amerikanischen Forschung von Low achievers oder High achievers gesprochen.
  5. Gefühlszustände/ Affekte wie Scham oder Stolz
  6. Situative Anreize wie Erfolgswahrscheinlichkeit, Anreiz der Aufgabe

 

Zusammenfassend kann mit dem Risikowahlmodell eine multiple Verknüpfung erfolgen, die auf 3 Hauptfaktoren basiert:

Leistungsmotivation = Hoffnung auf Erfolg (HE) x Erfolgswahrscheinlichkeit (WE) x Anreizwert

Oder: Furcht vor Misserfolg (FM) x Erfolgswahrscheinlichkeit (WE) x Anreizwert

So wählt jeder Sportler bzw. Sportlerin unterschiedliche Kombination aus Motiven, Schwierigkeiten und Anreizwerten. Eine Art Affektbilianz wird erstellt. Wie ist deine persönliche Affektbilanz?

Wenn du den Text genau gelesen hast, kannst du anhand der Faktoren deine Faktorenkombination reflektieren und prüfen, was du noch verändern möchtest.

Um deine Leistungsmotivation zu verbessern, benötigst du einen klaren Plan bzw. eine Optimierung deiner Leistungsfaktoren.

Tipp: Schreibe dir alles genau auf und checke die Stärke der Faktoren. Du kannst eine Skala von 1-10 nutzen. Danach ziehst du Bilanz bzw. verstehst besser, welche Richtung/ „Risiko“ du präferierst. Bei einer verstärkten Furcht vor Misserfolg (Könnte in die Hose gehen?)  ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du nicht dein ganzes Potential entfalten kannst.   Bei Hoffnung auf Erfolg bist du bereits in einem positiven Mindset.

 

Viel Spass bei der Analyse wünscht dir fitmitgrit.

 

PS: Du möchtest gerne deine Leistungsmotivation verbessern und wünschst eine Onlineberatung oder ein sportpsychologisches Coaching? Schreibe mir eine E-Mail an:

grit@fitmitgrit.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Blog 71 – Wie Du deine Leistungsmotivation im Sport verbessern kannst – Das Risikowahlmodell

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